Artists edition 2021

Ilustration by Anđela Rončevic.

Anđela Rončević. andelar.illustration@gmail.com | instagram: @andela_crta | www.andelaroncevic.net 

I grew up in Zadar, Croatia. Currently based in Lucerne, Switzerland. 

„I am Anđela Rončević (*1994, Zadar, Croatia), writer and illustrator of I Will Swim, and My Daughter Will Swim Too (Amsel Verlag, 2021). This illustrated book for all ages contains 20 stories of women from around the world, who do not know how to swim. Asking this question, ‚How come you don’t swim?‘, is a very powerful way to learn more about the societal norms, racial and gender inequality, ecological impacts, and much more.

In my research, I have focused on the feminist history of swimming, and intersections with the colonial conquests, racial segregations, and the impacts of witch-hunt periods on women and their body autonomies. I have also studied the xenophobic and anti-immigration, populist policies that are currently on the rise in Europe. I wanted to observe how these policies effect the use of swimming pools as public spaces, when it comes to gender-segregated swimming classes, and bans on hijabs/burkinis.

My favorite thing to do is to eat sweet peachs while swimming in the warm sea“. Anđela Rončević

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Makita Magic Carpet. ©Photo Sandra Pointet 2019.

Angela Marzullo A.K.A. Makita. Lives and works in Geneva. http://www.angelamarzullo.ch

Angela Marzullo is an artist born in Zurich, Switzerland. She is Swiss on her mother ’s side and Italian on her father ’s. She has been living in Geneva since she graduated from art school in 2004. She combines video and performance art in order to explore the feminist questions that are central to her artistic practice and uses this practice for social and political critique.

Since 2005, she has integrated her daughters, Lucie and Stella (*1995 / *1999), to her artistic research and practice. They first acted in a video series “Performing.” This first video became part of a longer series « Homeschooling» from 2009 onwards, the year that Marzullo (accompanied by her daughters) spent in residence at the Swiss Institute in Rome. During that year, she produced an experimental short film, « Concettina », based on the Lutheran Letters of P.P. Pasolini, with two girls as the main actresses.

The « Homeschooling» series enabled Marzullo to reach an international audience.

She pursues this collaborative work with her daughters, together with other projects in which she uses live performance, video performance, photography and artistic research (1970s radical feminism, ecology).

In 2010 she was awarded a residency at the Swiss Institute in Rome since 2003, she has practiced critical artistic transmission through her works.


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Anne Käthi Wehrli. 10. PERFORMANCE REIHE NEU-OERLIKON 2019. Bild: Markus Goessi

Anne Käthi Wehrli. Lebt und arbeitet in Zürich.

Anne Käthi Wehrli performt, schreibt, zeichnet,  macht Radio, fügt zusammen, verwirrt und entwirrt. Und so entstehen zahlreiche Fanzines die sie seit 1996 u.a. mit Benjamin Sommerhalder herausgibt. Sie zeichnet, macht Klänge und Gedichte, die von der unendlichen Komplexität der näheren und weiteren Umwelt erzählen und in alltägliche Erlebnisse einfliessen aus der feministischen Perspektive.

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Claude Bühler. Bild: Mischa Schlegel, Hox Release, Samstagern/ ZH, 2020.

Claude Bühler. Lebt und arbeitet in Zürich | http://claudiabuehler.ch

„Claude Bühler lebt und arbeitet als Künstlerin, Kuratorin und kulturelle Aktivistin in St.Gallen und Bonstetten ZH. An der Ostkreuzschule in Berlin studierte sie künstlerische und dokumentarische Fotografie. Seither setzt sie sich vermehrt auch mit Hilfe der experimentellen Klangproduktion mit gesellschaftskritischen und feministischen Themenbereichen auseinander. Seit 2019 gestaltet sie zusammen mit anderen Künstler*innen den salon vert als Ort für interdisziplinäre DIY-Musikproduktion.“

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Taimashoe. Bild zVg.

Taimashoe.  Lebt und arbeitet in Zürich.

Die italienisch stämmige Musikerin TAIMASHOE aka Gessica Zinni sammelt seit 2008 Erfahrungen in unterschiedlichen Bands, mit welchen sie an zahlreichen Auftritten im In- und Ausland performte und Alben veröffentlichte („Anaheim“ und „ The Irma & Louise“).

Seit 2013 widmet sie sich hauptsächlich ihrem Soloprojekt «Taimashoe», welches sie alleine oder in unterschiedlichen Kollaborationen weiterentwickelt.  Ein wichtiger Teil von Taimashoes Arbeit besteht im Spiel mit Sprache, mit dem Wiederhall von Erinnerungsbildern und -Stimmen. Dazu kommt das Soundgerüst aus akustischen und elektronischen Elementen wie etwa mit präparierten Zithern, gute alte Gitarren-Akkorde und Live-Elektronik welche sie zu collagierten, mehreren Soundebenen verwebt. Dabei ist die Stimme das tragende und vordergründigste Instrument. Klänge bauen sich auf und verdichten sich zu einem fein arrangierten Geräuschnebel. Nach einer Weile dringt durch diesen, der Geschmack von Western: eine entfernte Erinnerung nach urbanen Prärien, verfallenen Bars, heissem Asphalt, staubigen Neonschildern und keinem Pferd. Dabei sind die sich einsetzenden Leerstellen essentiell für Taimashoes Sound.

Sie nennt es: Ein Kompromiss aus Gospel, Shoegaze, Experimental Noise und Codeine-Pop.

“Ich bin Gessica Zinni und auch Taimashoe. Musik ist mein Leben, ich lebe Musik. Das Wirken als Musikerin und Performerin beinhaltete bis anhin ein Atelieraufenthalt in New York, diverse Kollaborationen und Auftritte, die Erarbeitung von mehreren LP‘s sowie das Engagement, Musik für das Theather Hora entwickeln zu können. Dank des Fokus auf meine musikalische Integrität, ein sich stetig verdichtendes internationales Netzwerk und die Unterstützung durch die Kultur- förderung, konnte ich mich als Künstlerin etablieren und mein Schaffen professionalisieren.Diese Entwicklung ist auch in meiner Musik erlebbar. Der Nachhall vom Atelier- Aufenthalt in New York ist noch präsent und laut. Zu den entstandenen Fragmenten sind neue Arbeiten eingeflossen sie haben sich weiterentwickelt und zusammengefügt. (…).

Geboren und aufgewachsen bin ich in Herisau AR. Das Aufwachsen, Wirken und Leben in Herisau prägte meine Jugend und somit mein Werdegang als Musikerin und Performerin.“ Taimashoe aka Gessica Zinni.

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Videostills, Kira van Eijsden, Zürich, 2021

Kira van Eijsden (*1988) lebt und arbeitet in Zürich.

Sie bewegt sich in den Bereichen Kunst, Theater & Vermittlung. In ihren Arbeiten untersucht sie feministische Themen, hinterfragt damit Narrative und Perspektiven des immerwährendens Patriarchats und seine Auswucherungen und sucht nach Räumen und Möglichkeiten um Selbstermächtigung zu erfahren und erfahrbar zu machen. Mittels Recherchen und im Austausch mit Anderen wird versucht die Welt zu ergründen, reflektieren und zu verstehen. Oder wenigstens Teile davon. Dabei werden immer wieder neue Formen und Formate ausprobiert. Körper & Raum spielen ebenso eine Rolle wie Stimme & Stimmung, immersiv & subversiv. In ihren Arbeiten nutzt sie die Medien Performance, Installation, Video, Musik, Text und Malerei. Getreu dem Motto; mixed feelings, mixed media.

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Mathola Wittmer. Bild zVg.

Zum einen interessiert mich das Naheliegende und das Gegenständliche. Alles, was mich direkt umgibt und mich einlädt, künstlerisch in Kontakt zu treten. Zum anderen interessiere ich mich für das Innere und das Nichtfassbare. Ich beschäftige mich mit Emotionen und individuellen Gemütszuständen, die durch äusserliche Bedingungen ausgelöst werden oder inneren Prozessen entspringen. Als agierendes Subjekt versuche ich, dem Nichtfassbaren eine Form zu geben, um es in einen gesellschaftlichen Diskurs zu bringen. Dabei interessieren mich Themen wie kollektive Strukturen, Beziehungsmodelle, gesellschaftliche Normen sowie die Dekonstruktion von Rollenbildern.“ Mahtola Wittmer.

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Batbait. Bild: © Laura Flück

Batbaits (Simona Bischof (*1989), Sandra Keller (*1992), Gianna Brühwiler (*1993.), Alanah Rüttiman (*1990) sind eine Garage-Rock-Band aus Zürich und St. Gallen. 

Im Frühjahr dieses Jahres haben Batbait am M4Music Festival des Migros-Kulturprozent teilgenommen und den Award fürs «Demo of the Year» erhalten. 

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Morena Barra. Bild zVg.

Morena Barra, geb. *1991 in Neapel, in Ebnat-Kappel aufgewachsen.  Lebt  und arbeitet in St. Gallen. 

Seit 2012 ist sie mit ihren Kameras im dokumentarischen und künstlerischen Bereich unterwegs. Im Filmstudium an der Schule für Kunst und Design F+F begann ihre Leidenschaft für die Videokunst und den Essayfilm, welchen sie sich seither verschrieben hat. Mit dem Medium Video behandelt Morena Barra soziokulturelle, feministische, erotische sowie existentielle Themen.

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The Golden Landscape Of Feminism. Videostill

2012, Video HD, mit Ton 14′, port./frz. U.-Titel . Muda Mathis, Sus Zwick und Freundinnen

In Zusammenarbeit mit befreundeten Künstlerinnen haben wir uns mit der feministischen Debatte und den diversen Strömungen, die uns geprägt haben, beschäftigt. Hocherfreut im Postfeminismus angekommen merkten wir, dass es eine Vielzahl an Feminismen gibt. Sie widersprechen sich (was ideologisch sehr entlastend ist), ergänzen – und schreiben sich fort. Aus dieser Recherche heraus entstehen sechs Fotoarbeiten, Performances für die Kamera, als Collagen montiert. Sowie ein Video über den Prozess der Bildfindung, die Arbeit wird zelebriert und die Inszenierung des Scheins entlarvt.

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